Projekt: Sprachförderung

Wir kooperieren mit dem Sprachverbund Hildesheim (VHS, Buhmann-Schule und DAA), die vorrangig die Integrationskurse des Bundes organisieren und durchführen. Für den darüberhinaus bestehenden Bedarf bieten wir sogenannte niedrigschwellige Kurse an.
Hier wird von Mo - Fr in je 3 Unterrichtsstunden im Block (i. d. R. 6 Mon.) unterrichtet. Ziel ist, vielen Zugewanderten unbürokratisch und niedrigschwellig ein zusätzliches Sprachkursangebot machen zu können. Das Angebot ist für die TeilnehmerInnen kostenlos. Durch die Beschäftigung von z. Zt. drei Deutschlehrerinnen können wir in 6 Gruppen unterrichten. Im Laufe des Jahres nehmen ca. 100 Personen unsere Kursangebote wahr. Die Angebote richten sich an Anfänger mit keinen oder geringen Vorkenntnissen und an Fortgeschrittene, die nach dem Besuch des Integrationskurses ihre Kenntnisse weiter vertiefen wollen. Unsere Kurse sind also eine Fortführung, um die Sprachkenntnisse zu vertiefen oder um überhaupt die Voraussetzungen zur Teilnahme an Sprachkurse zu schaffen. Insbesondere die Zusammenarbeit mit dem Job-Center zeigt den hier bestehenden Bedarf, da die Qualität der vorhandenen Deutschkenntnisse auch die Eingliederungschancen auf dem Arbeitsmarkt positiv beeinflusst. Zunehmend wird auf dieses Angebot deshalb auch vom Job-Center zugegriffen. Die Teilnehmer können durch den Besuch der Kurse ihre Eingliederungsvereinbarung erfüllen.


Projekt: Förderunterricht für Schülerinnen mit Migrationshintergrund

Seit Ende 2004 besteht in Kooperation mit der Universität Hildesheim das Projekt „Förderunterricht für Schüler/innen mit Migrationshintergrund“. Zu den Gründungsmitglieder gehörten damals schon die beiden Hauptschulstandorte „Alter Markt“ und „Geschwister-Scholl-Schule“. Das Projekt wurde bis Ende 2009 von der Stiftung MERCATOR, mit Sitz in Nordrhein-Westfalen gefördert. Die Projektdauer war auf drei Jahre ausgerichtet. Seither konnten wir weitere Sponsoren für das Konzept begeistern. Für den Fortgang sorgen nun auch die Stadt Hildesheim, der Landkreis Hildesheim, die Hildesheimer Bürgerstiftung, Johannishofstiftung, der Lions-Club Hildesheimer Rose und etliche Einzelstifter/Innen konnten als zusätzliche Sponsoren gewonnen werden.
Das Projekt, das zunächst bis Ende 2009 eine auf drei Jahre ausgerichtete Anschubfinanzierung von der Stiftung erhalten hatte, wird jetzt mit dem Ziel der Angebotsverfestigung von der Stiftung MERCATOR gefördert und hat zudem einen neuen Namen bekommen: LERNKUHLT.

Inzwischen ist das Angebot auf alle Schulformen und Schulen bis zur 10. Klasse erweitert. Mit LERNKUHLT fördern speziell vorbereitete Lehramtsstudierende Kinder und Jugendliche unterschiedlicher Herkunftssprachen, um deren schulische Leistungen zu verbessern. Dabei geht es um Sprachförderung, aber auch um die Förderung fachlichen, selbstständigen und sozialen Lernens. Mit inzwischen über 20 Schulen (GS, Sek. 1) in Hildesheim, einer Schule in Nordstemmen sowie in Braunschweig arbeitet das Projektteam vom Institut für Erziehungswissenschaft im Rahmen des Projektes zusammen. Der Asyl e. V. hilft, Kontakt zu den Eltern herzustellen, Informationen weiterzugeben und bei den Aufnahmeformalitäten der Schüler/Innen. In dem Projekt profitieren sowohl die Schüler/Innen von der auf sie zugeschnittenen Förderung, als auch die Studierenden, die sich unter wissenschaftlicher Begleitung als Förderlehrkraft ausprobieren können. Die Erfahrungsberichte bestätigen, dass mit dem vorliegenden Konzept respektable Ergebnisse und Erfolge seitens der beteiligten Schüler/Innen vorzuweisen sind.
Im vergangenen Jahr konnten damit ca. 110 Schüler/Innen von diesem Förderunterricht profitieren. Als Koordinatorin des Gesamtprojektes ist weiterhin die Hochschulprofessorin Frau Prof. Dr. Graumann a. D. verantwortlich. Sie und ihr Team organisieren auch die begleitende Seminare und Fortbildungen für die Förderlehrer/Innen der Universität.

Von der Arbeitsgemeinschaft wird angeregt, dieses MERCATOR Konzept im nächsten Jahr innerhalb der kooperativen Migrationsarbeit des Landes einzubringen. So soll angeregt werden die Inhalte und Ziele in der Ausbildung zur sozialen Arbeit, in der Lehrerausbildung und in der Schülerförderung des Landes Niedersachsen zu integrieren, um so auch strukturelle Verbesserungen erreichen zu können. Auf Initiative der Stiftung Mercator wurde im Bundesland Nordrhein-Westfalen bereits auf ministerieller Ebene diese Zielsetzung erörtert und es sollen Umsetzungsvorschläge dazu erarbeitet werden.

Weitere Informationen und Anmeldeformulare finden Sie auf dieser Seite.
Anmeldebogen_LernKUHLT
Elternbrief_LernKUHLT