Migrationszentrum - Asyl e.V. Hildesheim

Der Verein wurde 1986 von interessierten Einzelpersonen aus Stadt und Landkreis Hildesheim gegründet zur Mobilisierung und Herstellung von Öffentlichkeitsarbeit zu den Themen Flucht und Asyl. Durch engagierte und ehrenamtliche Arbeit wurden Unterstützungsleistungen für und mit Flüchtlingen und Asylsuchenden in Hildesheim organisiert.

Von 1991 bis 1999 wurde der Verein als Träger in der Flüchtlingssozialarbeit anerkannt und mit 2 Personalstellen gefördert. Im Jahr 2000 wurde das Modellprojekt „Flüchtlingssozialarbeit“ des Landes Niedersachsen durch das Nachfolgeprojekt „Kooperative Migrationsarbeit“ ersetzt. Außerdem wird dem Verein seither nur noch eine Personalstelle genehmigt. Dazu wurde dem Verein noch eine erhebliche finanzielle Belastung auferlegt, weil diese Stelle vom Land nur noch mit einen Festzuschuss gefördert wird, der lediglich einen Teil der Gesamtkosten abdeckt. Augrund seiner ehrenamtlichen Tradition ist es dem Verein trotzdem gelungen, sich bis heute behaupten zu können. Seit 2010 zeichnen sich jedoch erneut existenzbedrohende Entwicklungen ab, die den Verein vor große Herausforderungen stellen werden. Stichwort: Kürzungen der Arbeitsagentur bei der aktiven Arbeitspolitik, sprich Fördermaßnahmen.

Dank einer vielschichtigen und konzeptionell arbeitenden Vereinskultur haben wir in den letzten Jahren trotz aller bisherigen Schwierigkeiten eine Anlaufstelle aufrechterhalten können, die verschiedenste Beratungs- und Kontaktangebote mit dem Ziel der kulturellen, sozialen, beruflichen, rechtlichen und politischen Integration von Migranten und Migrantinnen, Eingebürgerten und Spätaussiedlern anbietet, dazu gehört auch der Beratungsservice für ausländische Studenten/Innen. Der Verein hat sich somit zu einem kleinen Beratungszentrum entwickelt, das offen ist für alle Eingewanderten, unabhängig von Aufenthaltsstatus, Herkunft und Einwanderungsgrund.

Ein Schwerpunkt der Vereinsarbeit ist die rechtliche Beratung zu vielen Fragestellungen. Hier verfügen wir über langjährige Erfahrungen und rechtliche Kenntnisse zu Themen wie: Asylverfahren und Asylverfahrensgesetz, Aufenthalt und Aufenthaltsgesetz, Freizügigkeitsgesetz - EU, Asylbewerberleistungsgesetz, Aussiedlerrecht, Angelegenheiten nach dem Bundessozialhilfegesetz (SGB XII) und zum Arbeitslosengeld II (SGB II), bi-nationale Ehen (Eheschließung und Aufenthaltsrecht), Einbürgerungsrecht, aufenthalts- und sozialrechtliche Beratungen für ausländische Studierende sowie Rückkehrberatung für freiwillige Rückkehrer.

Unsere Ziele versuchen wir u. a. durch Kooperationen, die Schaffung von Netzwerkstrukturen, die Stärkung der Selbsthilfepotenziale der Zuwanderer/innen sowie durch den Abbau von Benachteiligungen und die Schaffung positiver Lebensbedingungen zu erreichen. Denn eine gelungene Integration und die Schaffung positiver Lebensbedingungen ist ein wichtiger Beitrag zur Bekämpfung von Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Kriminalität. Mit unserer Initiative wollen wir eine stärkere Verankerung des Themas Migration und Integration in der Gesellschaft erreichen.

Seit dem Frühjahr 2005 besteht auch eine Kooperation mit der Universität Hildesheim im Projekt „Lernkuhlt“, Förderunterricht für Schüler/innen mit Migrationshintergrund.
Interessierte Deutsche und Migranten/Innen können bei uns Informationsmaterial zu unterschiedlichen Themen erhalten. Für Schüler und Schülerinnen, Studierende der FH und der UNI bieten wir regelmäßig Praktika an. Wir bieten auch Informationsveranstaltungen und Vorträge in Schulen und anderen Bereichen an. Menschen, die den Verein unterstützen wollen oder Interesse an einer Mitarbeit haben, sind herzlich Willkommen.

Kooperationspartner
• Amnesty International • AWO Hildesheim
• Caritas Hildesheim • Job-Center Hildesheim
• Ländliche Erwachsenenbildung (LEB) • Volkshochschule Hildesheim (VHS)
• Paritätischer • Stadt und Landkreis Hildesheim
• Universität Hildesheim • HAWK Hildesheim

Alle Bildungsangebote werden durch die Ländliche Erwachsenenbildung (LEB), Bezirksbüro Hildesheim, inhaltlich begleitet und finanziell gefördert.

   

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Hier finden Sie den Jahresbericht 2010, die Satzung
und die Beitrittserklärung zum Download.